Heilpraxis für Psychotherapie

Integrale Tanz- und Ausdruckstherapie (ITA®)

In der Integralen Tanz- und Ausdruckstherapie werden in Ergänzung zum persönlichen Gespräch auftauchende Gefühle durch Bewegung oder Körperhaltungen verdeutlicht, verändert und weiterentwickelt.

Es handelt sich um eine körperpsychotherapeutische, ressourcenorientierte Methode.
Der Austausch über das Erlebte und Erspürte ermöglicht die Integration gefundener Lösungsansätze in den Alltag.

Atem, Stimme und Malen können individuell begleitend eingesetzt werden.

Da es sich bei jeder therapeutischen Begleitung um einen individuellen Prozess handelt, beginne ich meine Diagnostik zusätzlich zum persönlichen Gespräch mit Körperwahrnehmungsübungen. Dies ermöglicht ein ganzheitliches Erfassen der Problematik und verdeutlicht den persönlichen Zugang zum Körpergefühl. Seelische Erkrankungen sind meines Erachtens immer in einer Einheit von seelischen und körperlichen Erfahrungen und Prozessen zu betrachten.
Im Anschluss daran bitte ich den/die Klient(in) oft, zuerst eine Körperhaltung einzunehmen, die die momentane Problematik nonverbal ausdrückt (und diese genau zu erspüren) und dann eine angenehme Wunschhaltung. Durch bewusstes Wahrnehmen des Körpergefühls in den Haltungen oder evtl. auftauchenden Bewegungen (Atmung/Herzschlag) tauchen oft überraschend deutliche Bilder und Erkenntnisse auf.

Ein weiteres Beispiel zur Methodik stellt die Arbeit mit der Imagination dar. Dies bedeutet, bei wachem Bewusstsein innere Bilder wahrzunehmen oder zu erstellen. Dabei wird der/die Patientin/Klientin im entspannten Zustand während einer Art Fantasiereise dabei unterstützt, spielerisch den Umgang mit Konflikten, Problemen oder den Umgang mit Schmerzen zu üben. Kreativität, Lernbereitschaft und Selbstbewusstsein werden gefördert. In der Fantasie werden Situationen erlebt, erprobt und bewältigt, vor denen in der Realität noch zurückgeschreckt wird. Angstbesetzte Situationen, Träume oder Erfahrungen werden durchgespielt, um neue Sichtweisen und Lösungsmöglichkeiten zu eröffnen. Unbewusste Inhalte werden erkannt und können im anschließenden Gespräch ressourcen-orientiert bearbeitet werden.

Unabdingbar ist meiner Meinung nach dabei, dass die Patienten/Klienten durch die Gespräche und Wahrnehmungsübungen dabei unterstützt werden, mehr Achtsamkeit in den Alltag zu integrieren. Dies ist eine Haltung, die zunehmend Bedeutung gewinnt, weil man erkannt und erforscht hat, wie effizient die Befindlichkeit hierdurch beeinflusst werden kann. Letztlich ist es ein Jahrhunderte altes Prinzip, das den Wesensinhalt der Zen-Meditation darstellt, nämlich die bewusste und wertungsfreie Wahrnehmung des Augenblicks. Weg vom "wie es sein sollte" hin zum "wie es ist", das durch positive Zuwendung und Aufmerksamkeit Veränderungsprozessen zugänglich wird, ohne zusätzlichen Druck zu erzeugen. Wenn es gelingt, gegenwärtig zu sein, was gibt es dann zu befürchten? Die Essenz des achtsamen Gewahrseins ist Präsenz. Sie führt zu innerem Frieden und bringt Entspannung, Gelassenheit, Reflexions- und Introspektionsfähigkeit.

Die Achtsamkeit hilft konsequenten Übern, ihre Emotionen auf positive Weise zu regulieren. Anfangs können unangenehme Empfindungen, Unruhe, sich wiederholende Gedanken und Langeweile auftauchen. Schließlich kommt es jedoch zu einer Annäherung an sich selbst statt zum Rückzug. Achtsamkeit öffnet auch das eigene Mitgefühl, die Dankbarkeit und die Achtsamkeit der Welt gegenüber.



Diplomarbeit über Essstörungen









letzte Aktualisierung
22/09/2018